Di., 13.01.2026 , 14:21 Uhr

Über 100 Jahre alte Hauptleitung platzt am frühen Morgen

Pirna: Wasserrohrbruch legt große Teile der Stadt lahm

Pirna steht am frühen Dienstagmorgen plötzlich ohne ausreichende Wasserversorgung da. In mehreren Stadtteilen fällt der Druck ab – teilweise kommt gar kein Wasser mehr aus dem Hahn.

Gegen 5.18 Uhr platzte auf der Rosenstraße nahe der Bundesstraße B172 eine mehr als 100 Jahre alte Trinkwasser-Hauptleitung aus Grauguss. Das bestätigten die Stadtwerke Pirna gegenüber Sachsen Fernsehen. Kurz darauf wurde der Notdienst alarmiert.

Besonders betroffen waren die Altstadt, Rottwerndorf und Zehista. Anwohner aus der Innenstadt, von der Bahnhofstraße, Kohlbergstraße und Rottwerndorfer Straße meldeten fehlenden Wasserdruck, berichten Betroffene im Gespräch mit Sachsen Fernsehen.

„Die Leitung musste zunächst lokalisiert und anschließend abgeschiebert werden“, erklärte eine Sprecherin der Stadtwerke Pirna im Interview. Erst gegen 6.54 Uhr konnte der betroffene Leitungsabschnitt vom Netz getrennt werden.

In dieser Zeit flossen rund 700 Kubikmeter Trinkwasser unkontrolliert ab – vor allem in Richtung Braustraße, bestätigen die Stadtwerke. Keller angrenzender Wohnhäuser blieben glücklicherweise verschont. Allerdings wurden Gehwegplatten unterspült.

Feuerwehr und Polizei sicherten die Einsatzstelle ab. Der Bauhof streute wegen Glätte. Für sechs direkt betroffene Wohn- und Geschäftshäuser richteten die Stadtwerke eine Notwasserversorgung über ein Standrohr ein.

Kurz nach 7 Uhr war die Versorgung für die meisten Haushalte wiederhergestellt. Als mögliche Ursache gelten starke Temperaturschwankungen der vergangenen Tage. Die Reparatur der Leitung soll noch im Laufe des Tages erfolgen.