Chemnitz – Erster Platz, Meisterschaft gewonnen – und trotzdem kein Aufstieg. Genau das ist aktuell der Fall in der Fußball-Regionalliga. Um das zu ändern, hatten sich im Februar vergangenen Jahres 17 Regionalliga-Vereine zusammengesetzt und die Aufstiegsreform 2025 ins Leben gerufen.
Unter dem Motto #meistermüssenaufsteigen wird nun eines von zwei Modellen für die Reform gefordert. Aktuell gibt es in Deutschland fünf Regionalligen im Fußball, jedoch nur vier Aufsteigerplätze.
Nun gibt es zwei Modelle für die Aufstiegsreform: das Kompass-Modell und das Regionen-Modell. Nach dem Regionen-Modell würde die Regionalliga Nordost gespalten werden. Eine Hälfte käme in die Liga Nord, die andere in die bayerische Liga Süd. Doch dieses Modell wollen die Vereine nicht. Um Derbys und Fairness zu erhalten, plädieren die 17 Teams für das zweite Modell, das Kompass-Modell. Dabei würden aus den bisherigen fünf Regionalligen nur noch vier Staffeln entstehen – mit insgesamt 80 statt bisher 90 Teams. Die Einteilung der Ligen soll mithilfe einer KI erfolgen, die vor allem die Fahrtstrecken optimiert und gleichzeitig traditionelle Derbys sowie regionale Rivalitäten berücksichtigt. Ziel ist es, sportliche Fairness, wirtschaftliche Machbarkeit und attraktive Spiele miteinander zu verbinden.
Das ursprüngliche Ziel war es, bereits in der neuen Saison die Qualifikationssaison zu spielen. Jedoch wäre das zu kurzfristig, da einige Vereine schon in der Kaderplanung sind und man noch nicht weiß, ob ein bestimmter Tabellenplatz benötigt wird, um sich für die neue Struktur zu qualifizieren. Nun ist der Plan, dass nach einem entsprechenden Beschluss die übernächste Saison – sprich 2027/2028 – als Qualifikationssaison dient und in der Saison 2028/2029 das neue Modell vollständig umgesetzt werden kann.