Do., 07.08.2025 , 17:49 Uhr

Minister Clemens vor dem Schulstart in Sachsen

Positiven Entwicklungen und anhaltender Lehrermangel

Dresden - Sachsens Kultusminister Konrad Clemens äußerte sich vor dem Schulstart optimistisch, betonte jedoch die anhaltenden Herausforderungen im Bildungssystem des Freistaates. Der Minister lobte das Engagement der Lehrer und der Schulleitungen, die sich trotz weiterhin bestehenden Personalmangels mit vollem Einsatz auf das neue Schuljahr vorbereiten. „Es wird besser, wir können mehr Lehrkräfte einstellen und den Unterricht besser verteilen“, sagte Clemens. Dennoch blieb er nicht unkritisch. Die Anzahl der Neueinstellungen reicht nur für einen Bruchteil des tatsächlichen Bedarfs aus und konnte die bestehenden Lücken nicht schließen.

Zudem sprach der Minister über die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Folgen des Lehrermangels abzufedern. So wurden verstärkt Lehrkräfte abgeordnet, die in anderen Schularten und Jahrgangsstufen unterrichten. „Es ist nicht einfach, sich auf neue Schulen einzustellen, aber diese Maßnahme hilft, die Bildung gerechter zu gestalten“, erklärte Clemens. Allerdings gab es auch Kritik an der kurzfristigen Umsetzung dieser Maßnahmen. Experten wie die stellvertretende Vorsitzende der EKW in Sachsen kritisierten, dass dadurch der Lehrermangel lediglich von einer Schulform auf eine andere verschoben wurde.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung in den Schulen. Hier zeigte sich der Minister zuversichtlich, dass die Digitalisierung weiter voranschreiten werde. Neben neuen digitalen Hilfsmitteln für Lehrkräfte sollen auch Selbstlern-Programme und Apps zum Einsatz kommen. Ein Fortschritt, der jedoch durch die immer noch unsichere Haushaltslage in Frage gestellt wird.

Der Lehrermangel bleibt in den nächsten Jahren ein zentrales Thema. Während viele Lehrkräfte weiterhin bereit sind, Mehrarbeit zu leisten, belastet die Unsicherheit und der hohe Aufwand die pädagogischen Kräfte zunehmend.