Mi., 28.01.2026 , 14:24 Uhr

Studierende und Beschäftigte fordern mehr Geld

Protest an der Uni Leipzig

Mit Warnstreiks an der Universität Leipzig und weiteren Bildungseinrichtungen haben Beschäftigte in Leipzig am Mittwoch den Druck in der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder erhöht. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen versammelten sich am Vormittag rund 500 Mitarbeitende von Universität, Hochschulen, Studierendenwerken und wissenschaftlichen Einrichtungen in der Stadt. Auch in Dresden, Chemnitz und Görlitz kam es zu Aktionen – der Schwerpunkt in Sachsen lag jedoch in Leipzig.

Die Gewerkschaften fordern für die Landesbeschäftigten sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Auszubildende und Praktikanten sollen 200 Euro mehr erhalten. Zudem verlangen sie einen eigenen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte sowie Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, darunter ein Ende befristeter Beschäftigungsverhältnisse.

Hintergrund der Aktionen sind die Tarifverhandlungen für rund 2,6 Millionen Beschäftigte der Länder, darunter etwa 100.000 in Sachsen. Die Arbeitgeberseite, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, spricht bislang von möglichen Entgelterhöhungen in mehreren Stufen, die insgesamt etwa fünf Prozent betragen könnten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Februar in Potsdam angesetzt.

Für Donnerstag ist zudem ein bundesweiter Streiktag im Bildungsbereich geplant. In Leipzig soll dazu eine Auftaktkundgebung stattfinden.