Zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse haben mehrere hundert Menschen vor dem Gewandhaus gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer protestiert. Hintergrund ist die Entscheidung, drei Buchhandlungen von der Nominierung für den Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen.
Weimer begründet dies mit verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen. Kritiker sehen darin hingegen einen Eingriff in die kulturelle Vielfalt und Meinungsfreiheit.
Auch die Leipziger Buchmesse äußerte sich zu den Entwicklungen. Man bedauere, dass die Preisverleihung nicht im Rahmen der Messe stattfinden könne, betone aber zugleich die Bedeutung von Transparenz und Vertrauen im Literaturbetrieb.
In der Buchbranche selbst wird die Entscheidung unterschiedlich bewertet. Klar ist: Die Debatte über staatliche Förderung und kulturelle Freiheit wird die Buchmesse in diesem Jahr begleiten.