Chemnitz- Die angekündigten Spar- und Abbaupläne des Volkswagen-Vorstands sorgen bundesweit für Protest. Zeitgleich zur Aufsichtsratssitzung demonstrierten heute auch Beschäftigte an den sächsischen Standorten – unter anderem in Chemnitz. Die IG Metall warnt vor weitreichenden Folgen für Arbeitsplätze und fordert ein klares Bekenntnis zu den Standorten und den Beschäftigten.
Wut. Verunsicherung. Zukunftsangst. Während in Wolfsburg über neue Sparpläne bei Volkswagen beraten wird, wächst auch in Chemnitz die Sorge um die Zukunft. Bundesweit protestieren Beschäftigte gegen mögliche Werksschließungen und weiteren Stellenabbau – auch am VW-Standort in Chemnitz. Auslöser sind Medienberichte über einen verschärften Sparkurs. Demnach könnten weltweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen. Auch das VW-Werk in Zwickau wird als möglicher Schließungskandidat genannt. Für die IG Metall wäre das ein Schlag für die gesamte Region.
Auch wenn Chemnitz selbst nicht von einer möglichen Werksschließung betroffen wäre, zeigen sich die Beschäftigten solidarisch mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Zwickau. Die Botschaft der heutigen Aktion ist eindeutig.
Die Proteste finden bewusst zeitgleich zur Sitzung des VW-Aufsichtsrats statt. Dort wird über die Zukunft des Konzerns beraten. Die IG Metall will den Druck erhöhen – und kündigt bereits weiteren Widerstand an.
Noch ist offen, welche Entscheidungen der Aufsichtsrat am Ende treffen wird. Für die Beschäftigten steht aber schon jetzt fest: Sollte Volkswagen an seinen Sparplänen festhalten, sollen weitere Proteste folgen.