Di., 25.11.2025 , 15:42 Uhr

Prozess mit politischer Sprengkraft

Prozess gegen mutmaßliche Linksextremisten startet

Dresden - Am Oberlandesgericht Dresden hat am Dienstag das Staatsschutzverfahren gegen sieben mutmaßliche Linksextremisten begonnen. Die Bundesanwaltschaft legt den Beschuldigten unter anderem gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchten Mord zur Last. Im Mittelpunkt steht Johann G., der nach längerer Flucht vor einem Jahr festgenommen wurde.

Nach Angaben der Ermittler sollen die Angeklagten einer Gruppierung aus dem Raum Leipzig angehört haben, die seit spätestens 2017 eine militante linksextreme Ideologie verfolgt haben soll. Das Verfahren gilt als inhaltliche Fortsetzung des Prozesses gegen Lina E. und ihre Mitangeklagten.

Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich am Morgen sowohl Unterstützer der Angeklagten als auch eine kleine rechte Kundgebung. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die räumlich getrennten Versammlungen zu sichern. Der Prozess findet unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt; der Sitzungssaal bietet insgesamt 152 Plätze, davon 50 für Medienvertreter.