Chemnitz- Drei Einträge – und jeder erzählt von einem besonderen Kapitel ihrer Karriere. Sprinterin Rebekka Haase hat sich erneut im Goldenen Buch der Stadt Chemnitz verewigt. Nach Bronze bei der Europameisterschaft 2018 und den Staffelmedaillen bei WM und EM 2022 nun also die nächste Ehrung.
Anlass diesmal: Silber mit der Mixed-Staffel bei der Europameisterschaft in Birmingham. Doch an diesem Nachmittag geht es nicht nur um Medaillen und Zeiten. Besonders die Worte ihres langjährigen Trainers Jörg Möckel gehen Rebekka Haase nahe. Schließlich kennt kaum jemand ihren sportlichen Weg so gut wie er.
In seiner Laudatio blickt Jörg Möckel aber nicht nur auf die großen Erfolge seiner Athletin. Entscheidend seien gerade die Momente gewesen, in denen es nicht nach Plan lief. Und auch Rebekka Haase hat inzwischen ihren eigenen Umgang damit gefunden.
Eine Einstellung, die sich bei Rebekka Haase erst im Laufe ihrer Karriere entwickelt hat. Denn der Blick auf Erfolge ist heute ein anderer als noch in ihren ersten Jahren im Spitzensport.
Und davon gab es zuletzt einige: Olympia-Bronze 2024 in Paris, EM-Silber in Birmingham – und nun zum dritten Mal die Unterschrift im Goldenen Buch ihrer Heimatstadt. Trotzdem richtet sich der Blick schon wieder nach vorn. Die 100 Meter unter elf Sekunden bleiben das große Ziel. In diesem Jahr verbesserte Haase ihre persönliche Bestzeit bereits auf 11,04 Sekunden. 2027 soll die magische Marke fallen. Außerdem will sie zur Weltmeisterschaft nach Peking – an den Ort, an dem sie 2015 ihre erste WM bestritten hat. Dass Rebekka Haase nach mehr als zwei Jahrzehnten Leistungssport noch immer neue Ziele findet, hängt für sie allerdings nicht allein mit Zeiten und Medaillen zusammen.
Der dritte Eintrag ins Goldene Buch ist für Rebekka Haase damit vor allem eine weitere besondere Station ihrer Karriere. Eine Karriere, die – wenn es nach ihr geht – noch längst nicht zu Ende erzählt ist.