Do., 16.04.2026 , 15:24 Uhr

Jahresstatistik 2025 zeigt mehr Betroffene trotz leichtem Rückgang

Rechte Gewalt in Sachsen bleibt hoch

Dresden: Die Opferberatungsstellen in Sachsen haben für 2025 insgesamt 292 rechtsmotivierte Angriffe dokumentiert. Das sind 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der direkt Betroffenen auf 456 Menschen. Die Statistik zeigt damit keine Entspannung, sondern weiterhin ein hohes Gewaltniveau. Fast jede zweite Tat war rassistisch motiviert, zudem waren 27 Prozent der Betroffenen minderjährig.

Auffällig ist vor allem der Landkreis Bautzen: Dort wurden 42 Angriffe erfasst, ein Plus von 62 Prozent gegenüber 2024. Die Opferberatung verweist auf junge, gewaltbereite Neonazi-Strukturen und auf rechte Raumnahme im Alltag. Zugleich macht der Bericht deutlich, dass der Umgang vor Ort einen Unterschied macht: Wo Verwaltung, Polizei und Zivilgesellschaft gemeinsam reagieren, lasse sich die Lage eher eindämmen.