Di., 03.06.2025 , 18:52 Uhr

Verfassungsschutzbericht 2024

Rechtsextremismus unter Jugendlichen nimmt zu

Dresden. Der Verfassungsschutzbericht 2024 zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Rechtsextremismus nimmt vor allem unter jungen Menschen in Sachsen stark zu. Bei der heutigen Kabinettspressekonferenz in Dresden stellte Innenminister Armin Schuster gemeinsam mit Verfassungsschutzpräsident Dirk-Martin Christian die aktuellen Zahlen und Einschätzungen vor.

„Recht sein ist cool“, bringt Christian die alarmierende Lage auf den Punkt. Die Szene gilt bei Jugendlichen als attraktiv, weil sie Halt und Zugehörigkeit bietet. Besonders besorgniserregend: Die Zahl der unter 18-Jährigen mit rechtsextremen Tendenzen steigt deutlich, und Innenminister Schuster betont, dass sich diese Entwicklung bereits auf Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren ausweitet.

Der Verfassungsschutz hinterfragt daher, ob die bisherige Altersgrenze von 14 Jahren zur Erfassung von Extremismusfällen noch zeitgemäß ist. Neben Rechtsextremisten werden auch linksextreme Strömungen thematisiert, die vor allem in den sächsischen Großstädten präsent sind.

Schuster kündigte an, die Sicherheitsbehörden weiterhin mit allen nötigen Mitteln auszustatten, um Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und konsequent entgegenzuwirken – so wie es bereits im vergangenen Jahr durch verstärkten Verfolgungsdruck gelungen ist, extremistische Gewalt zurückzudrängen.