Die sächsische Staatsregierung hat sich in der Staatskanzlei auf Eckwerte für den künftigen Doppelhaushalt 2027/2028 verständigt. Finanzminister Christian Piwarz sprach von einem strukturell nicht ausgeglichenen Haushalt und einer Deckungslücke von 2,9 Milliarden Euro. Nach seinen Angaben seien nicht die Einnahmen das Hauptproblem: In den kommenden beiden Jahren rechne der Freistaat mit mehr als 51 Milliarden Euro an Steuer- und steuerinduzierten Einnahmen. Entscheidend seien vielmehr die Ausgaben, die teils hausgemacht, teils durch Vorgaben von außen bestimmt seien.
Um handlungsfähig zu bleiben, plant Sachsen für die Haushaltsjahre 2027 und 2028 eine zeitlich begrenzte Kreditaufnahme von insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro. Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von einer Überbrückung in schwieriger Haushaltslage. Parallel soll der Staat schlanker werden: Bis 2040 sollen 8.773 Stellen wegfallen, abgestimmt auf die jeweiligen Ressorts und deren Aufgaben. Der Finanzrahmen ist noch kein fertiger Haushalt. Anfang Juni soll weiter beraten werden, anschließend muss der Entwurf in den Sächsischen Landtag.