Er war Regierungssprecher des Freistaates Sachsen, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Staatsminister und später Präsident des Medienrates der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien und kannte das politische Geschäft ebenso wie die Mechanismen der Medien.
Nun ist Michael Sagurna im Alter von 70 Jahren gestorben, wie seine Seine Familie mitteilte.
Geboren 1955 in Paderborn, studierte Sagurna Kommunikationswissenschaften und Jura in Göttingen und Bonn und arbeitete anschließend als Journalist – unter anderem in Bonn, beim RIAS in West-Berlin und als Auslandskorrespondent.
1991 holte ihn Ministerpräsident Kurt Biedenkopf nach Dresden. Als Regierungssprecher prägte Sagurna in den Aufbaujahren maßgeblich das öffentliche Bild der jungen sächsischen Staatsregierung und galt als enger strategischer Berater im Hintergrund.
Auch unter Ministerpräsident Georg Milbradt übernahm er Verantwortung als Chef der Staatskanzlei und Staatsminister. Von 2013 bis 2019 leitete er den Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien. Mit Sagurna verliert Sachsen eine prägende Stimme der Nachwendezeit.