Bei der auswärtigen Kabinettssitzung in Berlin hat die sächsische Staatsregierung ihre wichtigsten Anliegen gegenüber der Bundesregierung deutlich gemacht. Ministerpräsident Michael Kretschmer forderte unter anderem mehr Tempo bei Infrastrukturprojekten wie der Bahnverbindung Dresden–Prag. Außerdem sprach sich Sachsen klar gegen Veränderungen bei der europäischen Regionalförderung aus, die aus Sicht der Länder zulasten der Regionen gehen könnten.
Auch die wirtschaftliche Lage war ein zentrales Thema. Kretschmer kritisierte, dass es nicht bei einzelnen Entlastungen bleiben dürfe, sondern strukturelle Reformen brauche, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Vizeministerpräsidentin Petra Köpping betonte zudem, wie wichtig eine enge Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen sei – gerade mit Blick auf ostdeutsche Interessen.