Mi., 13.08.2025 , 17:02 Uhr

Jahresbericht 2024 der Landesuntersuchungsanstalt vorgestellt

Sachsens Lebensmittel sicher – neue Erreger im Blick

Dresden – Sachsens Lebensmittel sind sicher. Das ist die zentrale Botschaft aus dem aktuellen Jahresbericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA), den Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und LUA-Präsident Jens Albrecht in Dresden vorstellten.

Zwar lag die Beanstandungsquote bei den fast 19.000 untersuchten Lebensmittelproben bei 16,8 Prozent, doch meist handelte es sich um fehlerhafte Kennzeichnungen. Der Anteil gesundheitsschädlicher Proben betrug lediglich 0,17 Prozent.

Neben Lebensmitteln standen auch andere Untersuchungsbereiche im Fokus. So setzte die LUA im vergangenen Jahr einen Schwerpunkt auf Zecken. An 45 Orten in sächsischen Naherholungsgebieten wurden über 3.400 Tiere gesammelt und auf Krankheitserreger untersucht. Dabei konnten bei knapp 30 Prozent der Gemeinen Holzböcke Borrelien nachgewiesen werden. Außerdem wurde erstmals das aus Asien bekannte Alongshan-Virus in Sachsen festgestellt.

Die Veränderungen in der Zeckenfauna führen die Fachleute auf den Klimawandel und die Globalisierung zurück. Diese begünstigen die Ausbreitung neuer Tierarten und Krankheitserreger. Umso wichtiger sei die Prävention, betonte Köpping, etwa durch Schutzmaßnahmen wie lange Kleidung bei Aufenthalten in der Natur.

Die LUA beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter an Standorten in Chemnitz, Dresden und Leipzig und kontrolliert jährlich rund eine Million Proben – ein Großteil davon Milch. Für Jens Albrecht war es einer seiner letzten Jahresberichte als Präsident, denn ab September wird er die Behörde verlassen. Wer seine Nachfolge übernimmt, ist noch nicht offiziell bekannt.