Nach Wochen voller Veranstaltungen zieht der Karnevalsverein eine positive Bilanz. „Alles ist friedlich verlaufen, wir hatten überall viel Spaß“, sagt Vereinspräsident Steffen Hoffmann. Allein der große Umzug lockte rund 9.500 Besucher in die Innenstadt.
Doch hinter den bunten Wagen steckt viel Arbeit – und steigende Kosten. Der Leipziger Karneval finanziert sich größtenteils über Spenden und Fördermittel. „Die Spendenbereitschaft ist etwas zurückgegangen“, so Hoffmann. Ohne den städtischen Zuschuss von 5.000 Euro wäre der Umzug kaum möglich gewesen. Auch Karnevalsfigur „Leila“ der Saison, Amelie Seidel, bestätigt: Erst durch Unterstützung von Stadt und Spendern konnte alles stattfinden.
Getragen wird das Fest vor allem vom Ehrenamt. Viele Helfer bauen Wagen, proben Tänze und organisieren Veranstaltungen monatelang im Voraus. Für Amelie Seidel wurde der Karneval dabei mehr als nur Feiern: „Man lernt unglaublich viele Menschen kennen – es ist eine große Gemeinschaft.“
Sogar politische Prominenz mischte sich unter die Feiernden: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nahm am Rosensonntagsumzug teil.
Nun kehrt der Alltag zurück. Kostüme wandern in den Schrank, Konfetti wird zusammengefegt. Doch die Planungen für die nächste Saison laufen bereits. Leipzig hat einmal mehr gezeigt: Ein bisschen Ausnahmezustand gehört hier einfach dazu.