Do., 07.05.2026 , 07:00 Uhr

Dresdner Forum diskutiert Völkerrecht, Diplomatie und globale Krisen

Scholz in Dresden: Weltordnung unter Druck

Mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist noch immer kein Frieden in Sicht. Beim Dresdner Forum für Internationale Politik in der Frauenkirche ging es deshalb um die Frage, was internationale Regeln noch wert sind, wenn Staaten ihre Macht mit Gewalt durchsetzen. Mit dabei war auch Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz, der kurz vor Kriegsbeginn noch mit Wladimir Putin gesprochen hatte.

Neben Scholz ordneten auch die Völkerrechtlerin Prof. Dr. Heike Krieger und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Lage ein. Krieger betonte, dass Recht auch dann bestehen bleibt, wenn es gebrochen wird. Kretschmer verwies auf die Bedeutung wirtschaftlicher Stärke und technologischer Leistungsfähigkeit. Am Ende wurde deutlich: Völkerrecht, Diplomatie und eigene Stärke müssen zusammengedacht werden, wenn Europa in einer härteren Welt handlungsfähig bleiben will.