Do., 05.03.2026 , 17:04 Uhr

Protesttag in Sachsen: Jugendliche fordern mehr Bildung statt Aufrüstung

Schüler streiken gegen Wehrpflicht – „Wir wollen mitentscheiden“

Lautstarker Protest auf der Straße – Jugendliche setzen ein Zeichen gegen Wehrpflicht und Zwangsdienste. Sie sagen: Es geht um ihre Zukunft – und darum, nicht überhört zu werden.

Lautstarker Protest auf der Straße – Jugendliche setzen ein Zeichen gegen Wehrpflicht und Zwangsdienste. Sie sagen: Es geht um ihre Zukunft – und darum, nicht überhört zu werden.

Am 5. März gab es in Sachsen einen Schulstreik gegen Wehrpflicht – auch in Dresden. Jugendliche machten deutlich, dass die Debatte sie direkt betrifft. Ein Schüler sagte im Interview mit Sachsen Fernsehen, es gehe um „unser Recht auf Selbstbestimmung“ – und darum, „selber entscheiden“ zu können, wofür man im Ernstfall sterben oder töten solle.

Neben der Wehrpflicht ging es den Demonstrierenden nach eigenen Angaben auch um weitere Forderungen: mehr Geld für Bildung statt Waffen, außerdem solle die Bundeswehr weniger präsent an Schulen sein – etwa durch den Verzicht auf Jugendoffiziere. Eine weitere Stimme aus dem Protest betonte gegenüber Sachsen Fernsehen, Jugendliche hätten bislang kaum echte Möglichkeiten zur Mitbestimmung: Man könne „nicht darüber entscheiden, was mit unserer Zukunft gemacht wird“ – deshalb wolle man sich so Gehör verschaffen.

Unterstützung kam auch von Älteren. Eine Mutter und Großmutter sagte im Interview mit Sachsen Fernsehen, sie empfinde Jugendliche „als unsere Kinder“ – und wolle „keinen Menschen in irgendeinem Krieg“ sehen. Außerdem finde sie nicht, dass man „an Waffen verpflichtend ausbilden“ dürfe.