Fr., 06.02.2026 , 16:23 Uhr

Die aktuelle IHK-Umfrage zeichnet ein düsteres Bild

Schwache Konjunktur: Chemnitz im Stillstand

Chemnitz- Sachsens Wirtschaft tritt auf der Stelle – in Chemnitz wächst die Sorge. Investitionen gehen zurück, Stellen werden abgebaut, viele Betriebe kämpfen mit hohen Kosten, Bürokratie und fehlenden Aufträgen. Die aktuelle IHK-Umfrage zeichnet ein düsteres Bild: Eine schnelle Trendwende ist nicht in Sicht. Kommt die Region gestärkt aus der Krise oder droht ein schleichender Abschwung? Hoffnung macht ausgerechnet das Kulturhauptstadtjahr. Doch reicht das, um neue Dynamik zu entfachen?

Sachsens Wirtschaft stagniert - Zum Jahresbeginn 2026 kommt die Konjunktur in Chemnitz und im gesamten Freistaat nur langsam voran. Die neue IHK-Umfrage zeigt: Investitionen gehen zurück, Stellen werden abgebaut, viele Betriebe kämpfen mit hohen Kosten, Bürokratie und einer schwachen Nachfrage. Eine schnelle Trendwende ist nicht in Sicht. Max Jankowsky, Präsident der IHK Chemnitz, blickt deshalb mit Sorge auf die aktuelle Lage.

Für viele Unternehmen in der Region bedeutet das vor allem Unsicherheit. Die zentrale Frage: Kommt Chemnitz gestärkt aus der Krise – oder hält die wirtschaftliche Schwäche weiter an? Laut Hauptgeschäftsführer Christoph Neuberg gilt die fehlende Nachfrage als eine der größten Bremsen. Bleiben Aufträge aus, wird weniger investiert und oft auch weniger Personal eingestellt.

Die Industrie- und Handelskammern fordern deshalb bessere Standortbedingungen. Vor allem die Infrastruktur soll gestärkt werden. Ein Projekt, über das schon lange diskutiert wird, ist der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig. Schnellere Verbindungen könnten Fachkräfte mobilisieren, Unternehmen besser anbinden und neue Investitionen anziehen. Bleibt der Ausbau aus, droht Chemnitz als Wirtschaftsstandort an Attraktivität zu verlieren – und im schlimmsten Fall wandern Unternehmen ab.

Einen positiven Impuls gab dagegen das Kulturhauptstadtjahr. Mehr Besucher, mehr Aufmerksamkeit für die Stadt – für Max Jankowsky ist das ein Zeichen, welches Potenzial in der Region steckt.

Insgesamt bleibt die Lage angespannt und die Herausforderungen sind groß. Ohne neue Aufträge und bessere Rahmenbedingungen wird es für viele Betriebe schwierig. Doch es gibt auch Bewegung: Neue Projekte, Investitionen und bessere Standortbedingungen sollen helfen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln – damit Chemnitz gestärkt aus der Krise hervorgeht.