Di., 21.07.2026 , 16:55 Uhr

Zwischen Handwerk, Kaufzurückhaltung und neuen Konzepten

So bleiben Sachsens Bäckereien relevant

Dresdens Bäckerhandwerk steckt nach Einschätzung der Branche nicht in einer akuten Krise, muss sich aber an veränderte Gewohnheiten anpassen. Bäckermeister Rico Uhlig beobachtet eine stärkere Kaufzurückhaltung und eine Konzentration der Nachfrage auf bestimmte Tage. Um neue Kundschaft zu erreichen, seien unter anderem Social Media, flexible Öffnungszeiten, veränderte Verkaufskonzepte und eine Spezialisierung auf besondere Angebote denkbar. Mit den Preisen günstiger Backstationen könne das Handwerk kaum konkurrieren, entscheidend seien deshalb Qualität, Frische, Beratung und ein erkennbares eigenes Profil.

Auch der Mitteldeutsche Bäckerinnungsverband blickt grundsätzlich optimistisch auf die Branche. Geschäftsführerin Manuela Lohse sieht vor allem jene Betriebe unter Druck, die sich nicht mehr an veränderte Rahmenbedingungen anpassen können. Gleichzeitig fordert sie Entlastungen für kleinere Bäckereien: Weniger Bürokratie und verlässliche Perspektiven bei der Energieversorgung sollen den Betrieben mehr Zeit für ihr eigentliches Handwerk und die Entwicklung neuer Produkte geben.