Chemnitz- Große Bühne, große Namen, große Emotionen: In Chemnitz traf sich Sachsens Sportelite zur Gala des Jahres. Die begehrten Titel „Beste Sportlerin“ und „Bester Sportler“ des Freistaates wurden vergeben – und einmal mehr zeigte sich: Hinter jedem Erfolg steckt weit mehr als nur Talent.
Chemnitz im Sportfieber: Am Samstag wurden im Rahmen der Sächsischen Sportgala 2026 die Top-Athletinnen und -Athleten des Freistaats gefeiert. Der Titel Sportler des Jahres 2025 ging an Francesco Friedrich, während Julia Taubitz bei den Damen abräumte. Beileibe nicht die einzige Kategorie, in der im Rahmen der Gala die Erfolge und das Engagement im Freistaat gewürdigt wurden. Für Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist der Abend die perfekte Möglichkeit, Danke zu sagen – an all jene, die sich im Sport engagieren.
Zur Preisverleihung vor Ort war auch der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze. Das Stadtoberhaupt zeigte sich stolz, dass die Stadt erneut als Austragungsort gewählt wurde. Zudem könne sich sogar das Land etwas von den Stars des Abends abschauen.
Julia Taubitz ist ganz oben angekommen: Europameisterin, Weltmeisterin, Gesamtweltcupsiegerin und natürlich Olympiasiegerin im Einsitzer. Die Rennrodlerin hat so ziemlich alles abgeräumt, was man abräumen kann. Daraus resultiert die Frage nach der Zukunft. Zwar seien erst einmal alle Ziele erreicht – allerdings fühle sie sich nach wie vor fit und motiviert, sodass ein Abschied vom Sport wohl so schnell nicht infrage kommt.
Wichtiger Nebeneffekt der gesammelten Titel sei für Taubitz die Vorbildfunktion für den Nachwuchs. Wenn die Erfolge dazu führen, dass sich mehr junge Sportlerinnen und Sportler finden, die in ihre Fußstapfen treten wollen, sei das genau das, was der Sport braucht. Und dafür wolle die Rennrodlerin, wenn nötig, auch persönlich mit anpacken.
Um den Spitzensport weiter auf diesem Niveau zu halten und auszubauen, braucht es Geld – eine Ressource, die im Freistaat knapp ist. Unter diesen Bedingungen wünscht sich Susann Schaper, Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der Linken im Sächsischen Landtag, dass es gelingt, den Spitzensport im Freistaat weiter auf Kurs zu halten. Das sei auch wichtig für das gesellschaftliche Miteinander.
Wie wichtig Förderung auch im Kleinen ist, zeigt das Beispiel von Axel Jungk. Der Skeleton-Profi konnte sich gleich zwei Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen 2026 sichern. Das sei vor allem deshalb möglich gewesen, weil es vor Ort Vereine gibt, die sein sportliches Talent gefördert haben.
Die Platzierungen bei Olympia hätten gezeigt, wie gut das Geld auch in Sachsen in der Sportförderung angelegt ist. Aus Sicht von Axel Jungk gibt es dabei im Prinzip kein „zu viel“ – vor allem in Sportarten, in denen Equipment eine entscheidende Rolle spielt.
Die Sächsische Sportgala macht einmal mehr deutlich: Hinter Medaillen und Titeln stehen nicht nur Talent und Ehrgeiz, sondern auch starke Strukturen, engagierte Menschen und gezielte Förderung. Damit Sachsens Sport auch in Zukunft ganz oben mitspielt, braucht es neben motivierten Sportlerinnen und Sportlern auch eine finanzielle Ausstattung, mit der aus Olympiaträumen echtes Edelmetall werden kann.