Mi., 04.03.2026 , 13:34 Uhr

Rohölpreis steigt deutlich an

Sprit-Schock zeiht Sachsen ins Ausland: Preise knacken 2-Euro-Marke nach Iran-Krise

Die Zapfsäulen in Dresden zeigen plötzlich neue Höchststände. Teilweise wurde bereits die 2-Euro-Marke überschritten – eine direkte Folge der internationalen Krise. 

Noch am Freitag lag der Rohölpreis bei rund 72 Dollar pro Barrel, zum Wochenstart schnellte er auf etwa 80 Dollar nach oben. Hintergrund ist die Eskalation im Iran und die Blockade der wichtigen Handelsroute Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte verschifft wird.

„Der Anstieg unserer Spritpreise ist natürlich direkt mit diesem politischen Klima und dem Ausbruch dieser Krise zu verbinden“, erklärte Florian Wagner, Leiter für Kommunikation beim ADAC in Dresden.

Superbenzin kostete am Morgen an einer Tankstelle in Dresden 1,99,9 Euro pro Liter – örtlich wurde sogar die 2-Euro-Marke überschritten.

Der ADAC rechnet damit, dass die Preissteigerungen zeitverzögert weitergegeben werden. „Erst steigt der Rohölpreis, dann ziehen nach und nach die Kraftstoffpreise an den Tankstellen an“, so Wagner weiter.

Ein Ende der Entwicklung sei aktuell nicht abzusehen. Solange die Blockade der Straße von Hormus andauere, müsse mit hohen oder sogar weiter steigenden Preisen gerechnet werden. Zwar liege der aktuelle Rohölpreis noch unter dem Höchststand von rund 120 Dollar pro Barrel aus dem Jahr 2022 nach Beginn des Ukraine-Krieges – doch der jüngste Anstieg sei deutlich spürbar.

Für Autofahrer in Sachsen bedeutet das: Auch in den kommenden Wochen und Monaten dürfte Tanken teuer bleiben.