Fr., 15.08.2025 , 18:00 Uhr

Geteilte Spur – geteilte Meinungen

Streit um die Marienbrücke spitzt sich zu

Dresden - Auf der Marienbrücke bleibt vorerst alles beim Alten: Autos und Straßenbahnen teilen sich stadteinwärts eine Spur. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat Pläne für eine eigene Straßenbahnspur gestoppt. Er verweist auf unklare Verkehrsentwicklungen nach der geplanten Wiedereröffnung des Terrassenufers im September.

Kritik kommt von SPD und Linken: Die Entscheidung blockiere die Beschleunigung der Straßenbahn und verursache zusätzliche Kosten. Auch das Bündnis „Mobilität für alle“ fordert eine Spurtrennung, da mehr Fahrgäste mit der Bahn unterwegs seien als Personen im Auto.

Interne Erhebungen zeigen: Eine Gleissperrung für Autos würde den Autoverkehr nur um wenige Sekunden verzögern, für die Straßenbahn aber spürbare Vorteile bringen. In einer Testphase zur Adventszeit gab es kaum noch Verspätungen.

Die Debatte um die Spuraufteilung dürfte weitergehen – Politik und Verbände wollen an der Forderung nach einer eigenen Straßenbahnspur festhalten.