Chemnitz – Der Streit um den Doktortitel von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt geht in die nächste Runde. Die TU Chemnitz hat den Widerspruch des CDU-Politikers gegen die Aberkennung seines Doktorgrades zurückgewiesen. Voigt will die Entscheidung allerdings nicht hinnehmen. Sein Anwalt hat bereits angekündigt, vor Gericht zu ziehen.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt muss im Streit um seinen Doktortitel einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Technische Universität Chemnitz hat seinen Widerspruch gegen die Aberkennung des Doktorgrades zurückgewiesen. Das teilte die Universität am Dienstag mit.
Voigt war der Doktortitel im Januar dieses Jahres nach einer längeren Prüfung entzogen worden. Hintergrund sind Vorwürfe zu seiner Dissertation aus dem Jahr 2008. Darin soll der CDU-Politiker wissenschaftlich nicht sauber gearbeitet haben. Erste Plagiatsvorwürfe waren bereits kurz vor der Thüringer Landtagswahl 2024 öffentlich geworden.
Voigt hatte sich gegen die Entscheidung der TU Chemnitz gewehrt – mit seinem Widerspruch nun allerdings ohne Erfolg. Beendet ist die Auseinandersetzung damit noch nicht. Sein Anwalt kündigte an, nach rechtlicher Prüfung Klage zu erheben. Aus seiner Sicht gebe es unter anderem offene rechtliche Fragen beim Bewertungsmaßstab und bei der Verhältnismäßigkeit der Entscheidung.
Auch politisch sorgt der Fall seit Monaten für Diskussionen. Anfang Februar hatte die AfD versucht, Voigt mit einem konstruktiven Misstrauensvotum als Ministerpräsidenten abzulösen. Der Versuch scheiterte.
Nun dürfte sich der Streit um Voigts Doktortitel vor Gericht fortsetzen. Bis zu einer abschließenden juristischen Entscheidung bleibt die Aberkennung des Doktorgrades damit weiter Gegenstand des Verfahrens.