Dresden: Im Ausschuss für Schule und Bildung des Sächsischen Landtags ist am Mittwoch öffentlich über einen AfD-Antrag beraten worden, der die bisherige Schulbesuchspflicht durch eine Bildungspflicht weiterentwickeln will.
Nach Vorstellung der Antragsteller sollen alternative Bildungswege außerhalb der Schule ermöglicht werden, allerdings unter staatlichen Vorgaben und regelmäßigen Kontrollen. In den Reaktionen nach der Anhörung zeigten sich die Unterschiede klar: Die Linke hält an der Schulpflicht fest und verweist auf Schule als Ort sozialer Kompetenzen und gemeinsamer Bildung. Kultusminister Conrad Clemens betonte ebenfalls, Unterricht sei mehr als reine Wissensvermittlung, und stellte klar, dass die Schulpflicht aus Sicht der Staatsregierung bestehen bleiben soll. Über den Antrag soll in der Plenarsitzung am 12. und 13. Mai weiter beraten werden.