Chemnitz- Wenn Kinder selbst anpacken, kann Umweltschutz ganz praktisch werden. Beim Chemnitzer Umweltpreis hat der Terra Nova Campus gleich mehrfach überzeugt – mit Ideen, die zeigen: Engagement beginnt schon auf dem Schulhof.
Große Freude herrschte am Terra Nova Campus: Gleich drei Projekte der Schule wurden beim Chemnitzer Umweltpreis ausgezeichnet. Einen ersten Platz gab es für das Projekt „Wasser ist Leben!“, einen weiteren für „Schüler werden aktiv“. Mit dem Projekt „Unser Totholzhaufen“ erreichten die Grundschüler den dritten Platz.
Dass sich Kinder und Jugendliche schon früh mit Umwelt- und Klimaschutz beschäftigen, sei alles andere als selbstverständlich, betont die Kinder- und Jugendbeauftragte Dina Norberger. Genau deshalb vergibt die Stadt Chemnitz jedes Jahr den Umweltpreis.
Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 500 Kinder und Jugendliche mit 27 Projekten am Wettbewerb. Die Beiträge reichten von Müllvermeidung, Recycling und Upcycling über den Schutz von Insekten und anderen Tieren bis hin zu nachhaltiger Ernährung, Wasser und Energieverbrauch. Besonders erfolgreich war dabei der Terra Nova Campus. Die Schule überzeugte die Jury gleich mehrfach – vor allem, weil viele Ideen direkt von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt wurden.
Dabei blieb das Engagement nicht auf Umwelt- und Naturschutz beschränkt. Die Schülerinnen und Schüler sammelten Pfandflaschen, übernahmen eine Patenschaft für Frösche im Tierpark und spendeten sogar ihr Preisgeld für soziale Zwecke.
Eines der ausgezeichneten Projekte entstand direkt hinter der Schule. Dort bietet ein neu aufgebauter Totholzhaufen Insekten, Käfern und anderen Kleintieren einen geschützten Lebensraum. Nachdem der alte Haufen über die Jahre zusammengefallen war, machten sich die Grundschüler gemeinsam an den Wiederaufbau.
Projektleiterin Susann Feinermann sagt, viele Kinder brächten zwar bereits ein Gespür für die Natur mit. Dennoch müsse man sie immer wieder motivieren, selbst aktiv zu werden und die Umwelt mit allen Sinnen zu erleben.
Wie viel den Kindern die Auszeichnung bedeutete, war bei der Preisverleihung deutlich zu sehen. Der Stolz stand ihnen buchstäblich ins Gesicht geschrieben.
Für die Stadt Chemnitz sind genau solche Projekte ein wichtiger Baustein für die Zukunft. Denn wer schon früh Verantwortung für Natur und Umwelt übernimmt, entwickelt ein Bewusstsein, das weit über die Schulzeit hinausreicht.
Mit zwei ersten Plätzen und einem dritten Platz gehörte der Terra Nova Campus in diesem Jahr zu den erfolgreichsten Teilnehmern des Chemnitzer Umweltpreises. Vor allem aber zeigte die Preisverleihung: Die besten Ideen für Umwelt- und Klimaschutz kommen oft von denen, die die Zukunft gestalten werden – den Kindern und Jugendlichen selbst.