Fr., 23.01.2026 , 17:41 Uhr

Acht mutmaßliche Mitglieder der „Sächsischen Separatisten“ vor Gericht

Terrorprozess in Dresden gestartet

Dresden - Am Oberlandesgericht hat am Freitag Vormittag der Prozess gegen acht mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Gruppe „Sächsische Separatisten“ begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie die Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vor.

Nach Angaben des Gerichts soll sich die Gruppe bereits im Februar 2020 gegründet haben. Laut Bundesanwaltschaft vertraten die Männer rassistische, antisemitische und teils apokalyptische Ideologien. Sie seien überzeugt gewesen, dass Deutschland an einem sogenannten „Tag X“ zusammenbrechen werde.

Für diesen Zeitpunkt sollen sie geplant haben, Teile Sachsens zu erobern und dort einen an der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichteten Staat zu errichten. Zudem sollen sie paramilitärische Trainings absolviert und die Liquidierung von Vertretern der staatlichen Ordnung sowie ethnische Säuberungen in Betracht gezogen haben.

Das Gericht hat nach dem Auftakt insgesamt 67 weitere Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess dürfte sich damit über mehrere Monate erstrecken.