Immer mehr Menschen probieren im Januar eine vegane Ernährung aus. Der sogenannte Veganuary motiviert weltweit Millionen Menschen zum Verzicht auf tierische Produkte.
Allein 2024 nahmen laut Veranstaltern über 25 Millionen Menschen weltweit am Veganuary teil. Auch in Deutschland wächst das Interesse stetig: Rund zehn Prozent der Bevölkerung leben mittlerweile vegetarisch oder vegan – Tendenz steigend.
Doch ist der Januar überhaupt ein geeigneter Zeitpunkt für eine rein pflanzliche Ernährung? Diese Frage haben wir an die Dresdner Ernährungsexpertin Tessa Rehberg weitergegeben.
Rehberg erklärt: „Der Januar ist ein Wintermonat. Unser Körper benötigt bei Kälte häufig mehr Energie. Deshalb bevorzugen viele Menschen in dieser Zeit eher deftige Speisen.“ Eine rein pflanzliche Ernährung könne dennoch gesund sein – erfordere aber Planung.
Besonders wichtig seien pflanzliche Fettquellen wie Nüsse, Samen und hochwertige Öle. „Darüber kann man den erhöhten Energiebedarf gut decken“, so Rehberg. Kritisch sieht sie stark verarbeitete Ersatzprodukte: „Egal ob vegan oder nicht – hochverarbeitete Lebensmittel sind nie gesund.“
Auch bei Nährstoffen sei Aufmerksamkeit gefragt. Kalzium lasse sich zwar über pflanzliche Lebensmittel aufnehmen, müsse aber gezielt eingeplant werden. Gleiches gelte für Omega-3-Fettsäuren, die normalerweise aus Fisch stammen.
Ihr Fazit: Vegane Ernährung kann gesund sein – „wenn man weiß, was man tut“. Der Veganuary eigne sich gut als Einstieg, um das eigene Essverhalten zu hinterfragen. Ob dauerhaft vegan oder einfach bewusster – entscheidend sei, den eigenen Weg zu finden.