Fr., 03.04.2026 , 13:50 Uhr

Warschauer Aufstand 1944: Ausstellung in Leipzig erinnert an deutsche Verantwortung

Was bedeutet Erinnerung heute und was lässt sich aus ihr für die Gegenwart mitnehmen? Genau darum geht es in der Ausstellung „Der Warschauer Aufstand 1944“, die aktuell im Bundesverwaltungsgericht Leipzig zu sehen ist.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur ein historisches Ereignis, sondern vor allem das Schicksal einer Stadt und ihrer Menschen. Die Ausstellung zeichnet nach, wie Warschau vor dem Zweiten Weltkrieg aussah, was die deutsche Besatzung aus der Stadt machte und wie tief Gewalt, Terror und Zerstörung bis heute nachwirken.

Bei der Eröffnung fand Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dafür deutliche Worte. Er sprach von einem „riesigen Kriegsverbrechen“, das von Deutschland ausgegangen sei, und würdigte zugleich die Kraft und den Widerstand der Polen in dieser Zeit. Für ihn geht es bei der Ausstellung deshalb nicht nur um den Blick zurück, sondern auch um eine Botschaft für das heutige Europa.

Auch Leipzigs Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke sieht in der Schau mehr als reine Geschichtsvermittlung. Sie betont, dass sie nicht nur große historische Zusammenhänge zeigt, sondern vor allem die Geschichten der Menschen dahinter. Gerade das mache die Ausstellung so eindrücklich und zugänglich.

Gezeigt wird die Ausstellung im Bundesverwaltungsgericht Leipzig noch bis zum 8. Mai. Der Eintritt ist frei. Begleitet wird sie von mehreren Veranstaltungen, darunter Filmabende, eine Sonderführung und ein Vortrag.

Warum diese Ausstellung gerade in Leipzig gezeigt wird, welche Lehren die Verantwortlichen daraus für heute ziehen und weshalb das Thema weit über Geschichte hinausgeht, zeigen wir im Beitrag bei Sachsen Fernsehen.