Mo., 15.06.2026 , 18:00 Uhr

SLM-Sommerfest 2026

Warum lokale Medien wichtig bleiben

Beim Sommerfest der Sächsischen Landesmedienanstalt, kurz SLM, ist die sächsische Medienbranche in Leipzig zusammengekommen. Im Mittelpunkt standen Austausch, Förderung und die Frage, wie Journalismus vor Ort auch in Zukunft stark bleiben kann.

Die SLM beaufsichtigt private Medien in Sachsen und unterstützt lokale journalistische Angebote auch finanziell, um Medienvielfalt zu sichern. Für Dr. Markus Heinker, Präsident der SLM, ist das Sommerfest deshalb mehr als ein Branchentreffen. Es sei eine Gelegenheit, der Branche „ein bisschen den Puls“ zu fühlen und herauszuhören, welche Themen die Medienmacher beschäftigen.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen sei diese Aufgabe besonders wichtig. Heinker verweist auf die Finanzierungskrise und technologische Veränderungen, die den Lokaljournalismus unter Druck setzen. Deshalb müsse man lokale journalistische Angebote besonders stützen und fördern.

Wie wichtig lokale Medien sind, betont auch Dawid Statnik, Versammlungsvorsitzender der SLM. Er schätzt an privaten und lokalen Medien, dass sie „wirklich da sind, wo die Menschen sind“ und sichtbar machen, was in Sachsen passiert. Der Freistaat sei bunt und verschieden, genau diese Vielfalt könnten lokale Anbieter zeigen.

Auch Dirk Thärichen hebt die Bedeutung des Lokaljournalismus hervor. Für ihn ist Lokaljournalismus „zum Anfassen“ und kommt direkt aus der Region. Das habe etwas Identitätsstiftendes, das Leipzig und Sachsen brauche.

Trotz aller Herausforderungen wurde das Sommerfest nicht zum Krisentreffen. Vielmehr zeigte sich: Medienvielfalt braucht gemeinsame Lösungen und Menschen, die mit gutem Journalismus nah an Sachsen bleiben wollen. Diesen Anspruch teilt auch Andreas Fritsch, Direktor des MDR-Landesfunkhauses Sachsen. Er betont die Zusammenarbeit zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien: Beide müssten ihren Job machen, nämlich guten Journalismus.

So wurde aus dem Sommerfest mehr als ein Branchentreffen. Es machte deutlich: Medienvielfalt in Sachsen ist kein Selbstläufer. Sie braucht Förderung, Austausch und Menschen, die daran glauben, dass Journalismus dort bleiben muss, wo er gebraucht wird: nah bei den Menschen.