Mi., 11.02.2026 , 09:34 Uhr

Was Tinder & Co. mit unserem Bindungsverhalten machen

Warum Nähe heute so anstrengend ist

in Match kann der Anfang einer langen Beziehung sein. Doch viele berichten von Frust, Druck und emotionaler Erschöpfung. Was steckt hinter diesem Widerspruch? Sachsen Fernsehen war im Gespräch mit einem Experten.

Dating-Apps wie Tinder oder Bumble versprechen Auswahl und Flexibilität. Tatsächlich berichten viele Nutzer jedoch von Überforderung. „Ständiges Schreiben bedeutet, man hat unglaublich viele Optionen“, sagte Malte Rehberg im Interview mit Sachsen Fernsehen.

Diese Vielzahl an Möglichkeiten versetze viele Menschen in einen dauerhaften „Suchmodus“. Gleichzeitig wachse die Angst, etwas Besseres zu verpassen. „Das ist unglaublich stressig für den Menschen“, so Rehberg weiter.

Hinzu kommt ein neurobiologischer Effekt: Neue Matches lösen im Gehirn Dopamin aus – ein Botenstoff, der kurzfristig Glücksgefühle erzeugt. Lässt dieser Effekt nach, beginne häufig erneut die Suche. Nach Informationen von Sachsen Fernsehen sprechen Fachleute inzwischen sogar von einem „Dating-Burnout“.

Ob Dating-Apps verbinden oder überfordern, hängt am Ende stark vom eigenen Umgang damit ab.