Grimma- Kranzniederlegung zum 8. Mai und anschließender Wirtschaftsdialog: In Grimma trafen Vertreter der russischen Botschaft auf zwei sächsische Landtagsabgeordnete.
Die Russen kommen“ – jedenfalls ein bisschen hieß es heute in Grimma. Hintergrund war das Gedenken zum 8. Mai. Seit vergangenem Jahr ist dieser in Sachsen offizieller Gedenktag zur Befreiung vom Nationalsozialismus und zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs. Der Sächsische Landtag rief zur Gedenkstunde auf – zwei Landtagsabgeordnete ebenfalls, allerdings in Grimma und mit Beteiligung der russischen Botschaft. Die offiziellen Vertreter Russlands waren auf Einladung von Ralf Böhme vom BSW und Matthias Berger angereist. Der fraktionslose Abgeordnete zeigte sich im Interview erfreut über die Teilnahme der Gäste. Das sei schon mit Blick auf die Opfer des Zweiten Weltkriegs eine Selbstverständlichkeit. Dass die Einladung ausschließlich an die russische Botschaft verschickt worden sei, ergebe sich laut Berger aus dem hohen Blutzoll des russischen Volkes.
Die Einladung erfolgt in einer Zeit, in der die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland aufgrund des russischen Angriffskrieges stark belastet sind. Im Anschluss an das Gedenken war mit den Gästen aus Russland ein Wirtschaftsdialog vorgesehen. Ziel sei es laut Veranstalter gewesen, wirtschaftliche Perspektiven und regionale Verflechtungen auch in schwierigen Zeiten nicht abreißen zu lassen.