Chemnitz – Weltpolitik an der Zapfsäule: Der Krieg im Nahen Osten lässt die Spritpreise steigen. In Chemnitz kostet Super E10 aktuell bis zu 1,79 €, Diesel bis zu 1,72 €. Grund ist die Unsicherheit am Ölmarkt, besonders rund um die Straße von Hormus. Für Pendler wird Tanken damit erneut zum spürbaren Kostenfaktor.
Tanken spürbar teurer geworden – Monats-Höchstpreise nur Vorbote auf Preisanstieg durch Krieg im Iran. Der Krieg im Nahen Osten ist tausende Kilometer entfernt, doch an Deutschlands Zapfsäulen ist er plötzlich ganz nah. Laut ADAC stieg der Preis für Super E10 um gut zwei Cent, Diesel verteuerte sich sogar um drei Cent pro Liter. Der teuerste Tanktag war der 28. Februar und das könnte erst der Anfang sein. Auch in Sachsen zeigt sich der Trend: In Chemnitz liegt Super E10 derzeit meist zwischen etwa 1,68 und 1,79 Euro, Diesel zwischen rund 1,63 und 1,72 Euro pro Liter. Wer zur falschen Tankstelle fährt, zahlt schnell ein paar Euro mehr pro Füllung.
Ein zentraler Grund für die steigenden Preise ist der Rohölmarkt und hier sorgt die Eskalation in der Golfregion für große Unsicherheit. Besonders kritisch ist die Straße von Hormus: Durch diese Meerenge wird rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports abgewickelt. Schon die Sorge vor Störungen treibt den Ölpreis nach oben und wenige Tage später steigen die Preise an den Tankstellen.