„Tatsächlich ist es super schwierig, weil man sich ja permanent an den Silberpreis anpassen muss“, sagt Schönberger. Die Preise schwanken stark – beeinflusst von globalen Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheit und der steigenden Nachfrage durch neue Technologien wie Solarenergie.
Für die Leipzigerin bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit. Neben ihrer Arbeit in einer klassischen Goldschmiede baut sie ihre eigene Marke auf. Doch sie muss ihre Preise regelmäßig neu kalkulieren – ohne zu wissen, wie sich der Silberpreis weiterentwickelt. „Das Schwierigste ist, dass man nicht vorhersehen kann, wie hoch der Silberpreis tatsächlich ist.“
Trotzdem möchte sie ihren Schmuck für viele Menschen erschwinglich halten. Deshalb geht sie neue Wege: Alte Silberlöffel oder Schmuckstücke werden eingeschmolzen und wiederverwendet. Auch ihre Kunden möchte sie künftig stärker einbinden – etwa, indem sie eigenes Silber zur Verarbeitung mitbringen.
Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen trägt Schönberger auch persönliche Verantwortung. Ein Teil ihrer Familie lebt in Kuba, wo die Lebensbedingungen durch wirtschaftliche Probleme und Versorgungsengpässe schwierig sind. Mit ihrer Arbeit unterstützt sie ihre Angehörigen auch finanziell.
Trotz steigender Preise und globaler Unsicherheiten bleibt sie ihrem Weg treu. Für Cynthia Schönberger ist klar: „Mir ist es super wichtig, dass ich auch mit dem Beruf, den ich auswähle, glücklich bin.“