„Wir sind wie Geschwister“, sagt Luca.
Seit 13 Jahren sitzt der 23-Jährige im Rollstuhl. Wegen einer Muskelerkrankung braucht er im Alltag Unterstützung. Maly ist seine Alltagsassistentin. Sie kocht, übernimmt den Haushalt, hilft beim Anheben der Arme, beim Zähneputzen oder beim Umsetzen in den Rollstuhl. Routinen, die Selbstständigkeit erst möglich machen.
Seit fast fünf Jahren begleitet sie ihn – damit Luca sich auf sein Studium konzentrieren kann. Er studiert Jura, möchte seine Leistungen anerkennen lassen und mit dem Bachelor of Laws abschließen. Ein Plan B für Sicherheit. Langfristig zieht es ihn in die Musikbranche.
Alltagsassistenz bedeutet für Luca vor allem eins: mehr Selbstbestimmung. Früher kümmerten sich Mutter und Großmutter. Heute organisiert er sein Leben eigenständiger – mit professioneller Unterstützung.
Für Maly ist der Beruf fordernd, körperlich wie emotional. Oft arbeitet sie 24-Stunden-Dienste. Vieles lernt sie direkt im Alltag, im engen Austausch mit Luca. Trotz aller Herausforderungen sagt sie: Es ist der perfekte Job für sie.
Zurück im Park.
Maly hilft Luca aus der Jacke. Dann singen sie wieder.
„Down town…“
Was nach Film klingt, ist Realität.
Ein Alltag, der gemeinsam organisiert wird – und der zeigt, was Selbstbestimmung durch Assistenz bedeuten kann.