Chemnitz- Der Winter bringt so seine Tücken mit sich – auch wenn er für viele eine gemütliche Seite hat. Glatte Straßen, eisige Temperaturen und die Grippewelle zeigen die Schattenseiten der kalten Jahreszeit. Besonders für Menschen mit wenig Geld ist der Winter eine große Herausforderung. Umso wichtiger sind Orte der Unterstützung und Hilfe. Die Chemnitzer Tafel ist für viele eine verlässliche Anlaufstelle. Doch auch dort hinterlässt die Kälte ihre Spuren: Für Leiterin Anja Rahn gehören ungeheizte Räume, steigende Kosten und schwankende Lebensmittelmengen derzeit zum Arbeitsalltag.
Aktuell ist die Chemnitzer Tafel noch gut mit Lebensmitteln versorgt. Nach der Weihnachtszeit landen viele überschüssige Produkte aus den Supermärkten bei der Tafel. Wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt, ist jedoch unklar – vor allem dann, wenn diese zusätzlichen Waren wegfallen.
Trotz eisiger Temperaturen stehen manche Menschen bis zu drei Stunden vor Öffnung an – aus Sorge, am Ende leer auszugehen. Anja Rahn betont jedoch, dass ausreichend Lebensmittel für alle vorhanden sind.
Neben Lebensmitteln werden bei der Chemnitzer Tafel auch Drogerieartikel ausgegeben. Was derzeit fehlt, ist warme Kleidung – gerade in den kalten Wintermonaten ein großes Problem. Getragen wird die Arbeit von rund 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Da die Tafel vollständig spendenfinanziert ist, freut sich Leiterin Anja Rahn über jede Unterstützung.
Doch trotz Kälte, steigender Kosten und voller Räume sorgt die Chemnitzer Tafel auch in der kalten Jahreszeit dafür, dass Bedürftige nicht allein gelassen werden. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Solidarität gerade dann sind, wenn die Temperaturen sinken.