Di., 09.06.2026 , 17:29 Uhr

Stadtteilfeuerwehr kritisiert ausgebliebene Alarmierung

"Wir durften nicht helfen"

"Wir durften nicht helfen“: Mit diesem Satz macht die Stadtteilfeuerwehr Dresden - Weißig ihrem Ärger in den sozialen Netzwerken Luft. Nach einem Einsatz im Schönfelder Hochland wurde nicht sie alarmiert, sondern die Berufsfeuerwehr aus dem Dresdner Stadtgebiet. Sachsen Fernsehen hat nachgefragt.

Nach Angaben der Feuerwehr Dresden hatte am Nachmittag die Besatzung eines Rettungswagens Unterstützung angefordert. Alarmiert wurde daraufhin ein Löschfahrzeug der zuständigen Feuer- und Rettungswache. Die Stadtteilfeuerwehr Weißig wurde nicht hinzugezogen. Hintergrund ist laut Michael Klahre von der Feuerwehr Dresden die sogenannte Alarm- und Ausrückeordnung. „Die Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst obliegt einem sehr komplexen Regelwerk“, sagte Klahre im Interview mit Sachsen Fernsehen.

Die Stadtteilfeuerwehr Weißig kritisiert in ihrem Beitrag, dass dies nicht zum ersten Mal passiert sei. Unter dem Post entwickelte sich schnell eine Diskussion mit unterschiedlichen Meinungen. Die Feuerwehr Dresden verweist darauf, dass solche Fälle über festgelegte fachliche Wege geprüft werden sollen. Mögliche Hinweise oder Beschwerden würden intern bewertet und ausgewertet. Klahre betont zugleich die Bedeutung der 21 Stadtteilfeuerwehren für Dresden: Ohne das ehrenamtliche Engagement der Kameradinnen und Kameraden sei der Brandschutz in dieser Qualität nicht leistbar.