Mi., 25.03.2026 , 12:02 Uhr

Leipzig

Wohnzimmerkirche – Glaube auf dem Sofa

Kirche mal anders: In Leipzig bringt die Wohnzimmerkirche Glauben auf das Sofa – persönlich, nahbar und mitten im Alltag.

Leipzig. Kirche einmal ganz anders: In Leipzig wird der Glaube derzeit in ein ungewohntes Umfeld verlegt – nämlich ins Wohnzimmer. Die sogenannte „Wohnzimmerkirche“ setzt bewusst auf eine lockere, persönliche Atmosphäre und bricht mit klassischen Strukturen des Gottesdienstes.

Statt Kirchenbänken und festem Ablauf stehen hier Sofas, Gespräche und Begegnungen im Mittelpunkt. In kleinen Gruppen kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus, sprechen über ihren Alltag, ihre Fragen und auch über ihren Glauben – ganz ohne Predigt von der Kanzel oder starre Rituale.

Das Ziel des Konzepts: einen niedrigschwelligen Zugang zu Kirche schaffen. Gerade Menschen, die mit traditionellen Gottesdiensten wenig anfangen können oder sich davon entfernt haben, sollen so wieder erreicht werden. Die Wohnzimmerkirche versteht sich dabei nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu klassischen Angeboten.

Im Fokus steht das Miteinander. Persönliche Geschichten, offene Gespräche und gegenseitiges Zuhören prägen die Treffen. Der Glaube wird dabei nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entdeckt und diskutiert.

Ob dieses neue Format langfristig Menschen zurück zur Kirche bringen kann, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: In Leipzig werden neue Wege gegangen, um Gemeinschaft und Glauben zeitgemäß zu gestalten – und das ganz nah am Alltag der Menschen.