Wülknitz – Der sächsische Wirtschaftsminister war im Rahmen eines Thementags zur Energiewende zu Gast im Landkreis Meißen. Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch im Windpark Streumen. Dort wollte er sich ein Bild davon machen, wie Energiewende in der Praxis funktioniert – und wo es noch hakt. Sachsen Fernsehen war vor Ort.
Der Windpark bei Streumen zählt zu den modernsten seiner Art in kommunaler Hand. Mehrere leistungsstarke Anlagen erzeugen hier grünen Strom für zehntausende Haushalte. Auch regionale Industrieunternehmen profitieren über direkte Lieferverträge vom lokal erzeugten Strom.
Trotzdem bleibt der wirtschaftliche Druck für viele Firmen hoch – insbesondere wegen der insgesamt hohen Strompreise. Beim Vor-Ort-Termin betonten Vertreter der Energiebranche, dass neben technologischen Lösungen auch stabile politische Rahmenbedingungen nötig sind, um den Ausbau weiter voranzubringen.
Der Wirtschaftsminister hob hervor, dass vor allem die Windenergie künftig eine tragende Rolle spielen müsse – auch, weil sie im Gegensatz zur Solarenergie wetterunabhängiger sei. Sachsen sei beim Ausbau der Erneuerbaren bislang noch nicht da, wo es sein müsste.
Wie Kommunen profitieren können, zeigte sich in Wülknitz: Über die neue Kommunalabgabe fließen Mittel in Projekte, die direkt in der Gemeinde sichtbar werden – von Spielplätzen bis zu Energieberatungsangeboten.
Das Ziel des Freistaats ist ambitioniert: Bis 2030 sollen 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Dass dies kein Selbstläufer wird, wurde beim Besuch in Streumen deutlich.