Do., 15.10.2026 , 10:15 Uhr

Erste Änderungen am Siegerentwurf sorgen für Kritik bei SPD und ADFC

Zoff um neue Carolabrücke: Entwurf wird breiter

Kaum ist der Siegerentwurf für die neue Carolabrücke beschlossen, sorgen erste Anpassungen für politischen Streit. Der Entwurf von FHECOR/TSSB sah ursprünglich eine Breite von 32,50 Metern vor. Nach aktuellem Planungsstand soll die Brücke nun 33,95 Meter breit werden – also 1,45 Meter mehr. Hintergrund sind unter anderem Vorgaben für Rad- und Fußwege sowie zusätzliche Sicherheitstrennstreifen. Die SPD, die den Entwurf bereits vor der Abstimmung kritisch gesehen hatte, wertet die Entwicklung als Bestätigung ihrer damaligen Bedenken. Fraktionsvertreter Dr. Peter Lames stellt die Frage, was vom ursprünglichen Entwurf am Ende noch übrig bleibe.

Auch die Radverkehrsführung sorgt für Kritik. Zwischenzeitlich war vorgesehen, den Radweg in Richtung Altstadt zwischen Straßenbahn und Autoverkehr zu führen. Diese Variante wird aktuell nicht weiterverfolgt. Der ADFC Dresden warnt deshalb vor zusätzlichen Gleisquerungen, Sicherheitsrisiken und möglichen Konflikten zwischen Fuß- und Radverkehr. Die CDU weist die Kritik zurück: Alle vier eingereichten Entwürfe hätten lediglich den Stand eines Vorentwurfs gehabt und wären im weiteren Planungsverlauf ohnehin angepasst worden. Verkehrspolitiker Veit Böhm betont, dass der Anpassungsbedarf für alle Varianten gegolten habe und sichere, getrennte Wege für Rad- und Fußverkehr weiterhin Ziel der Planung seien.