Chemnitz- Am Dienstagmorgen ist es im Regionalexpress von Leipzig nach Chemnitz zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Eine Zugbegleiterin kontrollierte zwei tunesische Staatsangehörige – einen Mann und eine Frau –, die laut Bundespolizei kein gültiges Ticket vorzeigen konnten.
Daraufhin wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei zum Chemnitzer Hauptbahnhof verständigt. Nach der Ankunft des Zuges wollten die Beamten die Identität der beiden Personen feststellen. Dabei kam es nach Angaben der Bundespolizei zu massiven Widerstandshandlungen. Die Einsatzkräfte seien bespuckt, getreten und beleidigt worden. Ein Bundespolizist wurde zudem gebissen.
Die 48-jährige Frau sowie der 42-jährige Mann wurden anschließend zur weiteren Bearbeitung auf die Dienststelle am Chemnitzer Hauptbahnhof gebracht. Dort stellte sich heraus, dass der Mann an Hepatitis C erkrankt ist. Vier betroffene Beamte wurden vorsorglich in einem nahegelegenen Krankenhaus medizinisch behandelt.
Gegen die beiden tunesischen Staatsangehörigen wird nun unter anderem wegen Erschleichens von Leistungen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie gefährlicher Körperverletzung ermittelt.