Mo., 21.07.2025 , 11:20 Uhr

Im 2. Quartal 2025 steigen sowohl Rückführungen als auch freiwillige Ausreisen

Mehr Abschiebungen und freiwillige Ausreisen in Sachsen

Im zweiten Quartal 2025 wurden 247 Personen aus Sachsen abgeschoben, 477 reisten freiwillig aus. Die Zahlen steigen im Vergleich zum Vorjahr deutlich an.

Dresden - Die Landesdirektion Sachsen hat ihre Rückkehrstatistik für das zweite Quartal 2025 veröffentlicht. Demnach wurden zwischen April und Juni insgesamt 247 ausreisepflichtige Personen aus Sachsen abgeschoben – das sind 38 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

210 Rückführungen wurden dabei von der Landesdirektion Sachsen selbst vorgenommen, die für die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber zentral zuständig ist. Zu den Hauptzielländern zählten Georgien, Tunesien, die Türkei, Marokko und Kroatien. Unter den Abgeschobenen waren 73 Straftäter.

Zusätzlich führten die unteren Ausländerbehörden – also Landkreise und kreisfreie Städte – 37 weitere Rückführungen durch, bei denen es sich um Ausreisepflichtige ohne Asylbezug handelte. Die Zielländer in diesen Fällen waren vor allem Polen, die Tschechische Republik, Georgien, Portugal und Rumänien.

Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der freiwilligen Ausreisen: Im Zeitraum April bis Juni registrierte die Landesdirektion Sachsen insgesamt 477 Personen, die das Bundesland auf eigene Initiative oder im Rahmen staatlich geförderter Programme verlassen haben. Die meisten Rückkehrer stammten aus der Türkei, Venezuela, Georgien, Syrien und Russland.

Ein Blick auf das erste Halbjahr 2025 zeigt den anhaltenden Trend: Insgesamt wurden von Januar bis Juni 506 Personen abgeschoben, während sich 920 Menschen für eine freiwillige Ausreise entschieden.

Die Entwicklung zeigt, dass freiwillige Rückkehrprogramme offenbar stärker angenommen werden. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Rückführungen stabil bis leicht steigend – mit einer deutlichen Rolle der zentralen Landesbehörde.