Mo., 08.09.2025 , 11:08 Uhr

Förderprogramm »KINDER STÄRKEN 2.0« wird bis 2028 ausgebaut

Mehr Fachkräfte für Sachsens Kitas geplant

Bis zu 300 zusätzliche Fachkräfte sollen Sachsens Kitas unterstützen. Das Förderprogramm »KINDER STÄRKEN 2.0« wird dafür ab 2026 deutlich erweitert.

Dresden - In Sachsens Kindertagesstätten wird es in den kommenden Jahren deutlich mehr pädagogisches Fachpersonal geben. Das Kultusministerium baut das EU-geförderte Programm »KINDER STÄRKEN 2.0« weiter aus.

Derzeit profitieren 270 Kitas von einer zusätzlichen pädagogischen Fachkraft, die über den gesetzlichen Personalschlüssel hinaus finanziert wird. Ziel ist es, Kinder in schwierigen Lebenssituationen gezielt zu fördern und Familien durch passgenaue Angebote im Kita-Alltag zu entlasten.

Ab Juli 2026 soll das Programm in eine neue Phase starten. Geplant ist, dass Kitas mit besonders hoher Auslastung und großem Unterstützungsbedarf künftig sogar zwei zusätzliche Fachkräfte erhalten können. Insgesamt könnten damit rund 300 Fachkräfte in den Einrichtungen wirken. Der offizielle Förderaufruf wird im Herbst 2025 veröffentlicht.

Kultusminister Conrad Clemens betonte den Wert der Maßnahme: „Die zusätzlichen Fachkräfte haben einen unschätzbaren Wert im Kita-Alltag. Wir nutzen die EU-Mittel gezielt, um Kitas mit besonders hohem Bedarf zu stärken.“

Einen Einblick in die praktische Umsetzung bietet der diesjährige Fachtag »KINDER STÄRKEN 2.0« am 9. September 2025 in Dresden. Dort tauschen sich Fachkräfte mit Vertretern des Kultusministeriums aus. Die Veranstaltung findet im DGUV Congress – Tagungszentrum des IAG statt.

Das Förderprogramm wird seit Sommer 2022 umgesetzt und knüpft an den Vorgänger »KINDER STÄRKEN« an. Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 93 Millionen Euro – davon rund 54,2 Millionen Euro aus EU-Mitteln und 38,8 Millionen Euro Landesmitteln – gilt es als größtes Programm des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus im Rahmen des Europäischen Sozialfonds. Die aktuelle Förderphase läuft bis zum 30. Juni 2026, eine weitere Verlängerung bis Sommer 2028 ist bereits vorgesehen.