Die Zahl der polizeilich registrierten Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch ist in Sachsen erneut gestiegen. Im Jahr 2025 wurden im Freistaat 900 Fälle erfasst. 2024 waren es 871, im Jahr 2023 noch 722 Fälle. Auch bundesweit verzeichnete die Polizei einen Anstieg: Mit 17.126 Fällen wurden rund 770 mehr registriert als im Vorjahr. Das geht aus dem Bundeslagebild „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ des Bundeskriminalamts sowie der Polizeilichen Kriminalstatistik Sachsens hervor.
Bei der Verbreitung, dem Erwerb, Besitz und der Herstellung von Kinderpornografie schwanken die Zahlen in Sachsen dagegen. 2025 wurden 1.663 Fälle registriert, nach 1.462 im Jahr 2024 und 1.868 im Jahr 2023. Bundesweit waren es zuletzt 41.677 Fälle. Die Statistiken bilden allerdings nur die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten ab. Ermittlungsbehörden gehen deshalb von einem großen Dunkelfeld aus. Bundesweit wurden 2025 insgesamt 12.823 Tatverdächtige im Zusammenhang mit sexueller Gewalt gegen Kinder ermittelt – 467 mehr als im Vorjahr. Nach Polizeiangaben handelte es sich überwiegend um männliche, alleinhandelnde Tatverdächtige.