Di., 31.03.2026 , 10:29 Uhr

Kontrollen und Einsätze gegen Gewalt und Kriminalität ausgeweitet

Mehr Polizei am Leipziger Hauptbahnhof: Das steckt dahinter

Mit verstärkten Kontrollen und bis zu 100 Einsatzkräften ging die Bundespolizei in Leipzig gegen Gewalt- und Eigentumsdelikte vor.

Leipzig - Die Bundespolizei hat ihre Präsenz am Hauptbahnhof Leipzig und in stark frequentierten Nahverkehrszügen deutlich erhöht. Hintergrund sind Schwerpunkteinsätze zur Bekämpfung von Gewalt- und Eigentumskriminalität, die vom 25. bis 28. März 2026 durchgeführt wurden.

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Leipzig waren täglich bis zu 100 Beamtinnen und Beamte im Einsatz – sowohl in Uniform als auch in zivil. Unterstützt wurden sie unter anderem von der Bundesbereitschaftspolizei sowie spezialisierten Kontroll- und Überwachungseinheiten. Die Maßnahmen fanden im Bahnhofsbereich, im direkten Umfeld sowie in besonders stark genutzten Zügen statt.

Teil eines bundesweiten Einsatzes

Der Einsatz in Leipzig war Teil eines bundesweiten Schwerpunkteinsatzes der Bundespolizei, der an rund 50 Bahnhöfen in Deutschland durchgeführt wurde. Ziel war es, durch verstärkte Kontrollen und präventive Maßnahmen potenzielle Straftaten frühzeitig zu verhindern und relevante Personengruppen gezielt zu überprüfen.

Hunderte Kontrollen und mehrere Straftaten festgestellt

Allein am Wochenende wurden in Leipzig insgesamt 622 Personen kontrolliert. Dabei registrierten die Einsatzkräfte 18 Fahndungstreffer. Zudem wurden neun Platzverweise ausgesprochen.

Darüber hinaus stellte die Bundespolizei 14 Straftaten fest. Dazu zählten unter anderem Körperverletzungsdelikte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstöße gegen das Waffen-, Betäubungsmittel- und Aufenthaltsgesetz.

Waffenfund im Hauptbahnhof

Im Rahmen der Kontrollen wurde am 27. März ein 20-jähriger Mann im Hauptbahnhof überprüft. In seinem mitgeführten Beutel fanden die Beamten zwei Messer, einen Schraubendreher sowie eine Axt. Ein berechtigtes Interesse für das Mitführen dieser Gegenstände konnte nicht festgestellt werden. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Gegen den Mann wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Festnahme in Regionalexpress aus Dresden

Ein weiterer Einsatzfall ereignete sich in einem Regionalexpress aus Dresden. Bei der Kontrolle eines 27-jährigen Mannes stellte sich heraus, dass ein Sitzungshaftbefehl wegen versuchten schweren Wohnungseinbruchdiebstahls vorlag. Der Mann wurde daraufhin in Gewahrsam genommen, dem Amtsgericht Leipzig vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt Leipzig eingeliefert.

Weitere Einsätze geplant

Die Bundespolizeiinspektion Leipzig bewertet die Maßnahmen insgesamt als erfolgreich. Ziel bleibe es, sowohl die Sicherheit als auch das Sicherheitsgefühl der Reisenden am Leipziger Hauptbahnhof nachhaltig zu stärken. Entsprechende Einsätze sollen daher auch künftig in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.