Die Monarchs taten sich nach ihrer vierwöchigen Spielpause zunächst schwer, ins Spiel zu finden. Zwar sorgte ein früher 75-Yard-Lauf von Tofunmi Lala für eine vielversprechende Ausgangslage, doch eine Interception von Quarterback Justin Miller beendete den ersten Drive jäh.
Dennoch blieb Dresden bei seinem Konzept: Kurze Screen-Pässe und ein starkes Laufspiel, getragen von Lala, führten im zweiten Versuch schließlich zum ersten Touchdown der Partie.
Die Dresdner Verteidigung präsentierte sich von Beginn an hellwach, setzte Ravensburg früh unter Druck und zwang sie zu mehreren Turnovers on Downs. Die Offense nutzte die Spielkontrolle und erhöhte zu Beginn des zweiten Viertels durch einen Lauf von Miller auf 14:0 – ein Doppelschlag, der dem Spiel aus Dresdner Sicht Sicherheit gab.
Doch die Razorbacks ließen sich nicht abschütteln. Ein sehenswerter 30-Yard-Pass brachte den Anschluss, ehe ein Fumble beim Kickoff zu einem weiteren schnellen Touchdown führte. Binnen weniger Minuten war die Partie wieder ausgeglichen – 14:13.
Während Dresden sich in den ersten Drives schwertat, fand die Offense zum Ende des ersten Viertels besser in die Partie, sodass Justin Miller unbedrängt per Lauf direkt zu Beginn des zweiten Viertels die Führung ausbauen konnte.
14:0 nach nichtmal einer Minute im zweiten Viertel brachte die nötige Ruhe und Sicherheit ins Dresdner Spiel.
Ravensburg dagegen musste sich jedes Yard hart erkämpfen, versuchte es mit kurzen Pässen und viel Laufspiel, fand aber auch ab und an seine Lücken in der Dresdner Defense.
Dresden reagierte mit einer Auszeit, um den Schwung aus dem Drive zu nehmen, davon ließen sich die Razorbacks aber nicht beirren und antworteten mit einem 30-Yard Wurf durch die Mitte zum Touchdown. 7:14, und das war längst nicht alles.
Der anschließende Kickoff an die Endzone schien zunächst harmlos, doch Dresden verlor den Ball durch einen Fumble kurz vor der eigenen Endzone.
Die Einladung nahmen die Hausherren dankend an und glichen das Spiel innerhalb weniger Minuten durch einen kurzen Wurf über die Mitte wieder aus.
Der Ausgleich weckte jedoch erneut den Kampfgeist der Monarchs: Ein abgefälschter Ravensburger Pass wurde abgefangen und prompt mit einem 50-Yard-Pass beantwortet. Kurz darauf stellte Miller mit einem 15-Yard-Pass auf Lala den alten Vorsprung wieder her.
Noch vor der Halbzeit erhöhte Dresden durch zwei Touchdowns von Tyler Hudson – darunter ein spektakulärer Catch – auf eine scheinbar komfortable 35:13-Führung.
Nach der Pause übernahmen jedoch plötzlich die Gastgeber das Kommando. Ravensburg verkürzte zunächst durch einen starken Drive samt One-Hand-Catch und einem Lauf-Touchdown von Quarterback Broghean McGovern. Kurze Zeit später folgte der nächste Schock für Dresden: McGovern durchbrach mit einem 98-Yard-Run die komplette Monarchs-Defense – der nächste Touchdown, inklusive erfolgreicher Two-Point-Conversion, stellte auf 29:35.
Dresden wirkte zunehmend verunsichert, agierte ideenlos in der Offensive und verlor durch eine Interception nach einem Trickspielzug beinahe vollständig die Kontrolle. Ravensburg nutzte die Gunst der Stunde und kam auf 33:35 heran – der einst deutliche Vorsprung war dahin.
Sein zweiter an diesem Tag und die sehr souveräne 35:13 Führung zur Pause.
Doch die Monarchs behielten die Nerven. Ein tiefer Pass auf Hudson sorgte für dringend benötigte Entlastung und im Schlussviertel übernahmen die Dresdner wieder das Spielgeschehen. Mit langen Läufen kontrollierten sie die Uhr und ließen der Ravensburger Defense kaum noch Luft.
Den Schlusspunkt setzte erneut Justin Miller mit seinem zweiten Rushing-Touchdown zum 49:33 – ein verdienter, wenn auch hart erkämpfter Auswärtssieg für die Sachsen.