Leipzig - Nur rund zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis steht in Sachsen das nächste Himmelsspektakel bevor. Am frühen Freitagmorgen ist eine partielle Mondfinsternis zu beobachten. Der sichtbare Schatten auf dem Mond beginnt gegen 4.33 Uhr. Ihren Höhepunkt erreicht die Finsternis um 6.12 Uhr.
Dabei schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Sonne und Mond. Der Mond wandert dadurch durch den Schatten der Erde und wird teilweise verdunkelt. Insgesamt geraten 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Erdschatten.
Eine vollständige Mondfinsternis gibt es diesmal allerdings nicht. Das sogenannte Blutmond-Phänomen, bei dem sich der Mond tiefrot verfärbt, bleibt deshalb aus. Die letzte totale Mondfinsternis war Anfang September des vergangenen Jahres zu beobachten.
Wer die Mondfinsternis sehen möchte, sollte sich einen möglichst dunklen Beobachtungsplatz mit freier Sicht nach Westen suchen. Bäume oder Gebäude am Horizont können den Blick auf den tiefstehenden Mond erschweren. Besonders geeignet sind deshalb erhöhte Plätze wie natürliche Anhöhen oder Gebäude.
Wie lange die partielle Finsternis zu sehen ist, hängt dabei vom jeweiligen Standort ab.
Auch mehrere Sternwarten in Sachsen bieten Möglichkeiten zur gemeinsamen Beobachtung. In der Sternwarte Nordsachsen in Eilenburg findet die „Lange Nacht der Sterne“ mit Vorträgen und einem Mitternachtscafé statt. Für die Beobachtung wird empfohlen, eine wärmende Decke mitzubringen.
Auch die Sternwarten in Rodewisch im Vogtlandkreis, Schneeberg im Erzgebirgskreis und Radebeul bieten Beobachtungen durch Teleskope an. Für die Veranstaltungen sollte man sich vorab anmelden.
Ob die Mondfinsternis tatsächlich zu beobachten sein wird, hängt entscheidend vom Wetter ab. Nur bei einem weitgehend wolken- und schleierfreien westlichen Himmel besteht freie Sicht auf den Mond.
Da sich die Bewölkung nicht vollständig zuverlässig vorhersagen lässt, sollten Interessierte spätestens am Vorabend noch einmal den Wetterbericht prüfen. Bei bedecktem Himmel ist das Himmelsspektakel nicht zu sehen.
Anders als bei einer Sonnenfinsternis braucht es für die Beobachtung des Mondes keine spezielle Verdunkelungsbrille. Das vom Mond reflektierte Sonnenlicht ist dafür zu schwach. Die partielle Finsternis lässt sich daher problemlos mit bloßem Auge beobachten.
Durch die sogenannte Mondtäuschung kann der tief am Horizont stehende Mond außerdem besonders groß erscheinen.
Wer das Ereignis fotografieren möchte, kann ein Teleobjektiv verwenden. Auch Smartphone-Aufnahmen sind möglich. Wegen der geringen Helligkeit verlängert die Kamera-Software allerdings häufig die Belichtungszeit. Dadurch können Bilder leichter verwackeln. Ein Stativ oder eine andere feste Unterlage kann dabei helfen.