Fr., 23.10.2026 , 11:58 Uhr

18-Jähriger soll Fahrzeuge mit schweren Pflastersteinen beworfen haben

Mordverdacht nach Steinwürfen in Dresden

Ein 18-Jähriger soll in Dresden mehrfach Pflastersteine auf fahrende Autos geworfen haben. Er sitzt wegen versuchten Mordes unter Verdacht in Untersuchungshaft. Die Polizei sucht Zeugen.

Dresden - Ein 18-Jähriger steht im Verdacht, Anfang September an der Flügelwegbrücke in Dresden mehrfach schwere Pflastersteine auf fahrende Autos geworfen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Der Beschuldigte befindet sich bereits seit Anfang September in Untersuchungshaft. Nun suchen die Ermittler weitere Zeugen und möglicherweise betroffene Autofahrer.

Pflastersteine mit bis zu fünf Kilogramm Gewicht geworfen

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll sich die Tat am späten Abend des 3. September 2026 im Bereich der Flügelwegbrücke ereignet haben. Dem 18-Jährigen wird vorgeworfen, Steine oder ähnliche Gegenstände unterschiedlicher Größe gezielt auf herannahende Fahrzeuge geworfen zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen konnte die Polizei Beweismittel sichern, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen dringenden Tatverdacht begründen. Demnach soll der Beschuldigte mindestens fünfmal Pflastersteine mit einem Gewicht von bis zu fünf Kilogramm auf sich nähernde Fahrzeuge geworfen haben.

Die Ermittlungsbehörden prüfen den Sachverhalt unter anderem als versuchten Mord. Angaben dazu, ob Personen verletzt wurden oder welche Schäden an Fahrzeugen entstanden sind, enthält die gemeinsame Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei nicht.

18-Jähriger seit September in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das Amtsgericht Dresden bereits am 5. September 2026 einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Seitdem befindet sich der 18-Jährige in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden ist der junge Mann bereits zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten. Nähere Informationen zu früheren Delikten wurden nicht mitgeteilt.

Die Ermittlungen dauern an. Dabei geht es insbesondere darum, mögliche weitere Betroffene zu identifizieren und den genauen Ablauf der mutmaßlichen Taten zu rekonstruieren.

Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei sucht Autofahrer und weitere Zeugen

Um den Sachverhalt weiter aufzuklären, wenden sich Staatsanwaltschaft und Polizei nun mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit.

Gesucht werden insbesondere Autofahrer, die am Donnerstag, dem 3. September 2026, zwischen 23 Uhr und 23:15 Uhr im Bereich der Flügelwegbrücke unterwegs waren.

Der Aufruf betrifft beide Fahrtrichtungen im Bereich der Ausfahrt beziehungsweise Unterführung auf der Altstadtseite.

Die Ermittler bitten vor allem Personen um Mithilfe, deren Fahrzeuge möglicherweise von einem Stein oder ähnlichen Gegenstand getroffen wurden oder die nur knapp einem solchen Wurf entgangen sind.

Auch Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder andere Hinweise zum Geschehen geben können, sollen sich bei der Polizei melden.

Hinweise an die Polizeidirektion Dresden

Zeugen und mögliche Geschädigte können sich unter folgender Telefonnummer an die Polizeidirektion Dresden wenden:

Telefon: 0351 483 22 33

Darüber hinaus nimmt jede andere Polizeidienststelle Hinweise entgegen.

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden hoffen, durch weitere Zeugenaussagen zusätzliche Erkenntnisse zu den mutmaßlichen Steinwürfen vom 3. September zu gewinnen.