Moritzburg – Auftakt nach Maß: Mit einem fulminanten Konzert hat das Moritzburg Festival für Kammermusik seine 34. Ausgabe begonnen. Das Programm lief unter dem Namen «Elbe» und bot auf der Nordterrasse von Schloss Moritzburg ausschließlich Werke deutscher Komponisten der Romantik: Carl Maria von Weber, Clara Schumann und Johannes Brahms.
Das Publikum war begeistert und spendete viel Beifall. Bis zum Sonnenuntergang mischten sich Graugänse mit ihrem Geschnatter immer wieder ein. Das von Wasser umgebene Jagdschloss gibt der Kammermusik eine besondere Bühne.
Zu Beginn ergriff Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks als Schirmherr des Musikfestes das Wort. Er lobte den Pioniergeist, den Optimismus und das Selbstbewusstsein der Festivalgründer um den heutigen Künstlerischen Leiter Jan Vogler. In der Rückschau wirke Erfolg immer furchtbar selbstverständlich, man sehe gar nicht mehr, welche Mühe hinter der Etablierung eines solchen Formats stehe. Es sei ein besonderes Konzept, Solisten von Weltniveau mit dem musikalischen Nachwuchs zusammenzubringen. Exzellenz sei in Zukunft nur möglich, wenn die Exzellenz von heute dem Nachwuchs eine Chance gebe.
Jan Vogler – international als Cellist erfolgreich – hatte das Festival 1993 mit seinem Bruder Kai und seinem Cello-Kollegen Peter Bruns aus der Taufe gehoben. Schon bald wurde der idyllische Ort vor Dresdens Toren zu einem Anziehungspunkt für Kammermusiker aus aller Welt. Dabei hatten sich die Gründer vom Marlboro Festival in den USA inspirieren lassen. Auch dort stellen Teilnehmer nach einer Probenphase die Ergebnisse der Arbeit in Konzerten vor. (dpa)