So., 13.09.2026 , 00:20 Uhr

Leipzig

Nach AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt: Tausende demonstrieren in Leipzig gegen rechts

Rund 3.000 Menschen haben auf dem Leipziger Markt gegen Rechtsextremismus und die AfD demonstriert.

3.000 Menschen demonstrieren: Protest nach AfD-Wahlsieg erreicht Leipzig
Rund 3.000 Menschen haben am Samstag in Leipzig gegen Rechtsextremismus demonstriert. Auf dem Markt kamen Teilnehmer zu einer Kundgebung unter dem Motto „Zeit zum Handeln: AfD stoppen!“ zusammen. Hintergrund war die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom vergangenen Sonntag. Die AfD war dort mit 43,8 Prozent der Stimmen deutlich stärkste Kraft geworden. Damit konnte sie ihr Ergebnis von 2021 mehr als verdoppeln. Für eine absolute Mehrheit im neuen Landtag reicht das Ergebnis allerdings nicht. Die Partei erhält nach dem vorläufigen Endergebnis 39 der insgesamt 83 Sitze. Bundesweite Protestaktionen nach der Wahl Die Leipziger Kundgebung war Teil der bundesweiten Kampagne „Zeit zum Handeln“. Auch in anderen deutschen Städten wurden nach der Wahl Demonstrationen und Aktionen angekündigt beziehungsweise organisiert. In Leipzig hatte unter anderem das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ zu der Kundgebung aufgerufen. Die Organisatoren wollten nach eigenen Angaben insbesondere Solidarität mit Menschen und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Sachsen-Anhalt zeigen. Gleichzeitig richtete sich der Aufruf gegen eine politische Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD. Bereits im Vorfeld war die Kundgebung von 12 bis 14 Uhr auf dem Leipziger Markt angekündigt worden. Auf dem Markt waren neben zahlreichen Plakaten auch Regenbogen-, Trans- sowie Gewerkschafts- und weitere politische Fahnen zu sehen. Mehrere Redner wandten sich gegen Rassismus, Ausgrenzung und eine Schwächung demokratischer Institutionen. Appelle an Zivilgesellschaft und Politik Zu den Rednern gehörte auch der frühere Leipziger Pfarrer Christian Wolff. Er forderte dazu auf, sich für soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen. Auch Vertreter aus Gewerkschaften und Zivilgesellschaft beteiligten sich an der Kundgebung. Irena Rudolph-Kokot vom Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ rief dazu auf, den politischen Diskurs auch im öffentlichen Raum zu führen. Nach Angaben der Mitorganisatorin gehe es zugleich darum, die Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt zu unterstützen. Die Wahl im Nachbarbundesland beschäftigt damit auch Leipzig. Bei der Landtagswahl hatte die AfD mit großem Abstand vor der CDU gewonnen. Die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt dürfte dennoch schwierig werden: Die AfD verfügt nicht über eine absolute Mehrheit, während mehrere andere Parteien eine Zusammenarbeit mit ihr ablehnen.

Rund 3.000 Menschen haben am Samstag in Leipzig gegen Rechtsextremismus demonstriert. Auf dem Markt kamen Teilnehmer zu einer Kundgebung unter dem Motto „Zeit zum Handeln: AfD stoppen!“ zusammen. Hintergrund war die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom vergangenen Sonntag.

Die AfD war dort mit 43,8 Prozent der Stimmen deutlich stärkste Kraft geworden. Damit konnte sie ihr Ergebnis von 2021 mehr als verdoppeln. Für eine absolute Mehrheit im neuen Landtag reicht das Ergebnis allerdings nicht. Die Partei erhält nach dem vorläufigen Endergebnis 39 der insgesamt 83 Sitze.

Bundesweite Protestaktionen nach der Wahl

Die Leipziger Kundgebung war Teil der bundesweiten Kampagne „Zeit zum Handeln“. Auch in anderen deutschen Städten wurden nach der Wahl Demonstrationen und Aktionen angekündigt beziehungsweise organisiert. In Leipzig hatte unter anderem das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ zu der Kundgebung aufgerufen.

Die Organisatoren wollten nach eigenen Angaben insbesondere Solidarität mit Menschen und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Sachsen-Anhalt zeigen. Gleichzeitig richtete sich der Aufruf gegen eine politische Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD. Bereits im Vorfeld war die Kundgebung von 12 bis 14 Uhr auf dem Leipziger Markt angekündigt worden.

Auf dem Markt waren neben zahlreichen Plakaten auch Regenbogen-, Trans- sowie Gewerkschafts- und weitere politische Fahnen zu sehen. Mehrere Redner wandten sich gegen Rassismus, Ausgrenzung und eine Schwächung demokratischer Institutionen.

Appelle an Zivilgesellschaft und Politik

Zu den Rednern gehörte auch der frühere Leipziger Pfarrer Christian Wolff. Er forderte dazu auf, sich für soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen. Auch Vertreter aus Gewerkschaften und Zivilgesellschaft beteiligten sich an der Kundgebung.

Irena Rudolph-Kokot vom Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ rief dazu auf, den politischen Diskurs auch im öffentlichen Raum zu führen. Nach Angaben der Mitorganisatorin gehe es zugleich darum, die Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt zu unterstützen.

Die Wahl im Nachbarbundesland beschäftigt damit auch Leipzig. Bei der Landtagswahl hatte die AfD mit großem Abstand vor der CDU gewonnen. Die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt dürfte dennoch schwierig werden: Die AfD verfügt nicht über eine absolute Mehrheit, während mehrere andere Parteien eine Zusammenarbeit mit ihr ablehnen.