Mi., 29.04.2026 , 11:29 Uhr

Jungtier kam am 15. April überraschend und ohne Komplikationen zur Welt

Nachwuchs bei Kronenmakis im Zoo Dresden

Im Zoo Dresden gibt es Nachwuchs bei den stark gefährdeten Kronenmakis. Für das Pflegeteam kam die Geburt überraschend.

Dresden - Im Zoo Dresden hat es Nachwuchs bei den Kronenmakis gegeben. Wie der Zoo mitteilte, kam das Jungtier bereits am 15. April zur Welt. Die Geburt verlief ohne Komplikationen. Mutter Amalia kümmert sich bislang sehr aufmerksam um ihren Nachwuchs.

Auch ihr Partner Tsingy zeigt sich nach Angaben des Zoos ruhig und entspannt im Umgang mit Mutter und Jungtier. Das Geschlecht des Jungtiers ist derzeit noch nicht bekannt.

Nachwuchs stammt nicht von Tsingy

Bei dem Neuzugang handelt es sich nicht um den Nachwuchs von Tsingy. Kronenmakis haben eine Tragezeit von rund 125 Tagen. Deshalb geht der Zoo davon aus, dass die Deckung bereits Mitte Dezember 2025 stattgefunden hat.

Zu diesem Zeitpunkt lebte Amalia noch im Zoo Wrocław mit ihrem damaligen Partner Epsilon zusammen. Epsilon verstarb Anfang Januar 2026. Ihren letzten Nachwuchs hatte Amalia vor acht Jahren ebenfalls gemeinsam mit Epsilon. Damals brachte sie Zwillinge zur Welt.

Amalia kam im Februar nach Dresden

Amalia kam am 9. Februar 2026 aus Wrocław in den Zoo Dresden. Auch Tsingy lebte zu diesem Zeitpunkt allein, nachdem seine Partnerin Vintana verstorben war. Für beide Tiere wurde deshalb im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, kurz EEP, ein passender Artgenosse gesucht und gefunden.

Nach Angaben des Zoos sind Amalia und Tsingy seit ihrer ersten Begegnung unzertrennlich und leben sehr harmonisch miteinander.

Trächtigkeit war äußerlich nicht erkennbar

Für das Pflegeteam kam die Geburt überraschend. Eine Trächtigkeit war Amalia äußerlich nicht anzusehen. Lediglich ein erhöhtes Körpergewicht sei beobachtet worden. Dieses wurde zunächst eher als leichtes Übergewicht interpretiert.

Neugeborene Kronenmaki-Jungtiere sind sehr klein. Bei der Geburt wiegen sie nach Angaben des Zoos lediglich etwa 60 bis 70 Gramm.

Hoffnung für eine bedrohte Tierart

Die Geburt ist für den Zoo Dresden ein erfreulicher Zuchterfolg. Kronenmakis gelten laut Roter Liste der IUCN als stark gefährdet. Als Hauptbedrohungen nennt der Zoo den Verlust und die Fragmentierung ihres Lebensraumes sowie Bejagung.

Gerade weil Amalia und ihr früherer Partner über einen langen Zeitraum keinen Nachwuchs mehr hatten, bewertet der Zoo den aktuellen Nachwuchs als besonders erfreulich. Der Neuzugang gibt Hoffnung für die Haltung und Zucht dieser stark bedrohten Art.